Studie

Forschung

Weil «hören» und «verstehen» nicht das gleiche ist, forschen wir für die Betroffenen. Und Sie können sogar dabei mithelfen.


HÖRFORSCHUNG – MACHEN SIE MIT!

Als Biologin bin ich vom Menschen fasziniert, denn er steckt voller Wunder. Mein Fachgebiet ist die Neuro-Biologie und hier ist das Gehör – also die Kombination von Ohr und dem Gehirn – meine Passion.

Nach einigen Jahren in der Anwendung möchte ich nun in einer Studie meine Dissertation über Effekte des Gehörtrainings erarbeiten und lade Sie dazu ein, mitzumachen.


Johanna Wörner

Johanna Wörner, MSc. Biologin, Doktorandin Universität Zürich

DAS HÖRVERSTEHEN IST TRAINIERBAR

» Frau Wörner, können Sie sich bitte kurz vorstellen?

Ich komme ursprünglich aus Süddeutschland. Ich habe Biologie studiert und forsche hier bei KOJ für meine Doktorarbeit. Und wenn ich nicht forsche, bin ich gerne in der Natur. Daher fühle ich mich hier in der Schweiz gut aufgehoben.

» Was reizt Sie als Biologin an der Forschung im KOJ hearing research center?

Sowohl die Sinnesphysiologie als auch die Neurobiologie gehören zu meinen Leidenschaften. Ausserdem haben wir bei KOJ die Möglichkeit, aus den Studien gewonnene Erkenntnisse direkt umzusetzen und anzuwenden. Also wirklich: Forschung für die Menschen.

» Würden Sie bitte Ihre Studie etwas näher beschreiben?

Eine Hörgeräteversorgung allein ist oft nicht ausreichend, um die Probleme im Alltag zu beseitigen, die eine Hörminderung hervorruft. Wir messen bei KOJ daher den Effekt des zusätzlichen Gehörtrainings. Wir untersuchen auch, wie sich neben dem Sprachverstehen soziale Faktoren verändern. Wer wieder mühelos Gespräche und Pointen versteht, ist auch geselliger und zufriedener.

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» Sind Sie bei der Studie mit anderen Instituten vernetzt?

Ja, unsere Untersuchungen betreffen verschiedene Fachbereiche. Daher sind auch andere Institute in die Studie involviert. Mit der Universität Zürich betrachten wir, wie sich durch Training das Sprachverstehen verändert und was dabei im Gehirn passiert. Gemeinsam mit der Universität Bern konzentrieren wir uns auf die Veränderungen, die das Sozialverhalten betreffen. In Kooperation mit der Mannheimer ISPG messen wir die Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Und mit Experten von der Universität Köln erforschen wir die Themen Neuromodulation und kognitive Plastizität, also die Fähigkeit des Gehirns, sich neuen Situationen anzupassen.

» Wird sich in den kommenden Jahren die Hörakustik durch die aktuelle Forschung deutlich verändern?

Sicher. Bei therapeutischer Anwendung sehen wir seit Jahren eine deutliche Verbesserung in der kombinierten Therapie – also Hörgerät und Gehörtraining. Wenn wir diesen Effekt jetzt durch unsere Forschung mit aktuellen Zahlen belegen, werden wir den Prozess des Umdenkens vorantreiben.

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