Wissenschaft

Wunderwerk

Die ganze Welt hören – in einem Organ, das so klein wie eine Erbse ist.


WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND – WIR WISSEN, WAS WIR TUN.

Weltweit forschen unzählige Spitzenwissenschaftler und ergründen das komplexeste Organ, das wir kennen – das menschliche Gehirn. Das Gehirn macht nur 2% unseres Körpergewichts aus, verbraucht aber 20% des Sauerstoffes und 20% des ganzen Energiehaushaltes.

Die vielleicht wichtigste Eigenschaft ist die Flexibilität des Gehirns, denn wir lernen und verlernen tatsächlich ein ganzes Leben lang. Wie flexibel tatsächlich das Gehirn ist, ist erst seit wenigen Jahren bekannt.

Hier finden Sie einige Forschungsberichte rund um das Thema Gehirn und Gehör.

UNSERE REDAKTEURIN FÜR DIE WISSENSCHAFTLICHEN BERICHTE

Als unabhängige Wissenschaftlerin forschte ich unter anderem auch an der Universität München und der Universität Bern sowie am Max-Planck-Institut – hier finden Sie meine wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Bei KOJ bin ich als systemische Neurowissenschaftlerin der wissenschaftliche Kopf. Hier entwerfe ich Studien, unterstütze die Weiterentwicklung der Lernprogramme aus neurologischer Sicht, halte Vorträge und bin die Ansprechpartnerin für alle „biologischen“ Fragen.


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Dr. Alexandra Kupferberg, wissenschaftliche Leitung KHRC, Mitarbeiterin Universität Freiburg


FORSCHUNG


Das Ohr, unser sensibelstes Sinnesorgan und das Gehirn, das wichtigste und komplexeste Organ im menschlichen Körper, bilden unser Gehör und damit unseren Forschungsschwerpunkt. An der Schnittstelle zwischen Neurobiologie und Hörgeräteakustik arbeiten wir seit Jahren an Lösungen für die Probleme, die ein Hörverlust mit sich bringt.

Modernes E-Learning, Künstliche Intelligenz und die regelmässige Auswertung der Daten gewährleisten eine verlässliche Erforschung des menschlichen Gehörs und den besten Methoden zur Steigerung des dort verborgenen Potenzials.


Die Vision

Die Entwickler und Forscher im Schweizer KHRC sowie zahlreiche kollaborierende Experten aus den Bereichen der Neurowissenschaften, Digitalisierung, Medizintechnik und Gesundheit setzen sich zum Ziel, Betroffene dazu zu befähigen, das Potenzial des Gehörs radikal und nachweisbar zu steigern. Wir danken allen Unterstützern und Befürwortern für ihr aussergewöhnliches und ehrliches Engagement!

KOJ – enabling radically clearer outcomes in the world of hearing

 		
Andreas Koj
Andreas KojAudiotherapeut
Andreas Koj, Akustiker und Audiotherapeut, ist der Kopf, der hinter der KOJ-Gehörtherapie steckt. Bei der praktischen Arbeit mit Menschen, die an Hörminderung litten, machte Andreas Koj die frustrierende Erfahrung, dass auch beste Hörgeräte vielen Betroffenen nicht ausreichend halfen. Dem Audiotherapeuten Koj war klar, dass nur mit einer sinnvollen Kombination von Therapie ...
Jan-Patric Schmid
Jan-Patric SchmidDiplom-Ingenieur
Jan-Patric Schmid ist der Kopf, der die Ideen des Gründers Andreas Koj in die Praxis überführt. Von Haus aus Ingenieur entwickelte Jan-Patric Schmid zusammen mit Andreas Koj das Kernstück der Gehörtherapie, den Lerncomputer. So individuell wie jeder Hörverlust ist, so individuell muss das Training sein. Der Lerncomputer wurde von Jan-Patric ...
Dr. Alexandra Kupferberg
Dr. Alexandra KupferbergWissenschaftliche Leitung KHRC & Universitäre Psychiatrische Dienste Bern
Die systemische Neurowissenschaftlerin Dr. Alexandra Kupferberg ist der wissenschaftliche Kopf des KOJ-Instituts. Als unabhängige Wissenschaftlerin forschte sie unter anderem auch an den Universitäten München und Bern sowie am Fraunhofer-Institut. Beim KOJ-Institut entwirft sie Studien, unterstützt die Weiterentwicklung der Lernprogramme aus neurologischer Sicht und ist Ansprechpartnerin für alle „biologischen“ Fragen.


MEDIZINISCHE INFOS


Was ist Schwerhörigkeit?

Eine „Schwerhörigkeit“ beginnt mit einem Leistungsverlust des Hörens. Nicht immer hat ein schlechter werdendes „Hörverstehen“ auch etwas mit Schwerhörigkeit zu tun, auch ist nicht jede Schwerhörigkeit dauerhaft oder vom Grad des Verlustes gleich.

Sicher ist aber, dass jeder Hörverlust so einzigartig ist wie ein Fingerabdruck.

Genau aus diesem Grund bieten wir Ihnen die kostenfreie und unverbindliche Möglichkeit an, bei einer individuellen Gehöranalyse Ihr Gehör messen zu lassen. Wurden alle Messungen durchgeführt, werden die Ergebnisse mit Ihnen gemeinsam besprochen – ebenso auch die Möglichkeiten, die Ihnen danach offenstehen.

Wichtig ist: Im Anschluss entscheiden Sie, was für Sie der richtige Weg ist.


Das Wunderwerk Gehör

Kurz gesagt: Als Gehör bezeichnet man die Gesamtheit aus Ohr und dem Teil des Gehirns, der das Gehörte in sinnvolle Informationen übersetzt. Das Ohr selbst wird in drei Bereiche unterteilt:

  • das sichtbare Aussenohr
  • das Mittelohr – bestehend aus dem Trommelfell und der Gehörknöchelchenkette
  • und das Innenohr

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Die Hauptaufgabe des Ohres ist die Verstärkung der Schalleindrücke – doch in den meisten Fällen lässt genau diese natürliche Hör-Verstärkung nach. Im Laufe unseres Lebens können Krankheiten, ototoxische Medikamente und auch Überbeanspruchung durch zu starke Schalleindrücke die Haarsinneszellen dauerhaft schädigen und so die Hör-Leistung mindern.

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Wie aus Hören Verstehen wird

Ist der Schall durch die einzelnen Abschnitte des Ohres gewandert, muss dieser interpretiert werden. Dies erfolgt, indem der Schallreiz zuerst in ein Nervensignal umgewandelt wird und anschließend unfassbar schnell (über 450 km/h) über das Nervenzellen-Netzwerk ins Gehirn geleitet wird.

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Ist der Schall durch die einzelnen Abschnitte des Ohres gewandert, muss dieser interpretiert werden (Informations-Video). Das Verstehen von Sprache ist ein Prozess, der bis heute noch nicht gänzlich entschlüsselt wurde. Sicher ist aber: Es ist bereits der minimalste Unterschied in der Betonung eines Wortes, der aus Spass Sarkasmus werden lässt. Doch genau diese sensible Unterscheidung von Stimmlagen, Sätzen oder auch nur Wörtern wird selbst durch einen beginnenden Hörverlust gefährdet.

Verliert das Ohr an Leistungsfähigkeit, muss das Gehirn weniger verarbeiten und passt sich dadurch an und „verlernt“. Wie bei jeder Funktion des Körpers gilt auch hier das bekannte Prinzip „use it, or lose it“ (Interview mit Prof. Lutz Jäncke, UZH) – übersetzt: Was nicht benutzt wird, geht verloren.

Für die Betroffenen bedeutet das:

  • zuerst wird das Gehörte als undeutlicher wahrgenommen – das Verstehen ist noch möglich, aber kostet deutlich mehr Kraft als früher
  • auf die Dauer aber verlernt das Gehirn das richtige Verstehen – die akustische Welt um einen herum „verblasst“ immer mehr, bis man bestimmte Worte oder Geräusche nicht mehr unterscheiden oder gar wahrnehmen kann. Betroffene haben beispielsweise in einem Restaurant das Gefühl, dass die Nebengeräusche die Sprache verdecken würden.

Fakt ist: Allem voran aber leidet der sogenannte «Hörfilter» des Gehirns.

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Hirnareale Hören

Hörfilter KOJ

Die Filterfunktion des Gehirns

Jede Sekunde, tags wie nachts, liefern unsere Ohren eine unzählbare Menge an akustischen Informationen und Eindrücke über das Nervenzellen-Netzwerk an unser Gehirn. Dieses lernt sehr früh, diese unzähligen Informationen zu bewerten und (die unwichtigen) bei Bedarf auszufiltern. Für diese wichtige Schutzfunktion bildet es eigens Synapsen, die fast zwei Drittel aller unwichtiger Informationen herausfiltern.

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Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass nur unter Konzentration das Ticken einer Uhr hörbar ist, während einem Gespräch selbst in einem belebten Strassencafé mühelos gefolgt werden kann. Das Gehirn filtert die unwichtigen Informationen effektiv – und völlig unbewusst – heraus.

Überträgt das Ohr jedoch immer weniger Informationen, zum Beispiel aufgrund einer Hörminderung, passt sich das Gehirn an den verminderten Bedarf an – die hierfür gebildeten Synapsen werden stillgelegt und wieder abgebaut. Ein stetiger Abbauprozess, eine sogenannte Degeneration”, beginnt und der Filtermechanismus verkümmert. Das Gehirn verliert an Leistungsfähigkeit und verlernt Stück für Stück die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

Die Folge für die Betroffenen ist problematisch: Der Alltag wird zwar nicht leiser – aber immer undeutlicher; vor allem die Sprache. Früher selbstverständliche Gesprächssituationen sind nun ermüdend, was oft zu einer Meidung solcher Situationen führt und sich schlimmstenfalls zur sozialen Isolation steigern kann.

Die gute Nachricht ist: Die Filterfunktion des Gehörs lässt sich durch gezieltes Training reaktivieren. Dafür verantwortlich ist die sogenannte neuronale Plastizität”, denn unser Gehirn lernt und verlernt ein Leben lang.

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Hörtraining ist Hirntraining

Unser Gehör besteht aus zwei zusammenarbeitenden Teilen: dem Ohr und Gehirn.

Verantwortlich für das richtige Verstehen von Sprache sind die Leistungen des Gehirns – genau dort setzt die Gehörtherapie an. Durch gezieltes Training wird der abgebaute Filtermechanismus reaktiviert. Denn das Gehirn macht in dieser Situation genau das, was es machen soll – es lernt und ordnet Eindrücke und Verstandenes richtig zu. Für das erlangte Wissen werden wieder Synapsen gebildet und der Filtermechanismus wird wieder Stück für Stück aufgebaut.

Ist der Grund des eingeschränkten Hörverstehens ein Hörverlust, muss sichergestellt werden, dass die akustischen Informationen möglichst fehlerfrei bis in die Verarbeitung des Gehirns gelangen können – dies realisieren wir mit extrem dezenten und ganz speziellen Trainingshörsystemen.



Mögliche Folgen einer unbehandelten Hörminderung

Risiko-Faktor Demenz
Internationale Studien zeigen, dass von starken Hörverlust betroffene Menschen 5 Mal häufiger an Demenz erkranken. Bei beginnender Hörminderung doppelt und bei mittlerer dreimal so häufig. Schwerhörigkeit begünstigt den geistigen Verfall.

Risiko-Faktor Depressionen
Wer an Hörminderung leidet, grenzt sich häufiger aus. Dies hat Konsequenzen, denn das Risiko unter Depressionen zu leiden wird mehr als doppelt so hoch.

Risiko-Faktor Soziales Befinden
Hörminderung verunsichert die Betroffenen häufig. Studien haben belegt, dass es Betroffene fast doppelt so schwer  finden, mit anderen in geselligen Situationen zu kommunizieren. Auch die Kommunikation im  Arbeitsleben  wird um ein Drittel erschwert.


HÖRTRAINING IST HIRNTRAINING


Das Hörverstehen stellt einen unglaublich komplexen Prozess und gleichzeitig einen Quantensprung in der Evolution dar. Millionen von Hörreizen rasen in unvorstellbarer Geschwindigkeit durch ein Nervenzellen-Netzwerk, mit einer Komplexität, die das Vorstellungsvermögen der Menschen bei weitem übersteigt. Dieser Prozess, den wir gemeinhin als “Hören” oder besser noch als “Verstehen” bezeichnen, ist in Wirklichkeit eine komplexe Kette an Verarbeitungsschritten.

Wir wissen: Diese Verarbeitungsschritte werden durch eine unbehandelte Hörminderung abgebaut und wir sind fest davon überzeugt, dass sie sich Schritt für Schritt trainieren und reaktivieren lassen.

Hören ist Hirnsache


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BLOG

Lesen Sie hier unsere neuesten Veröffentlichungen rund um das spannende Thema Hören und Verstehen. Neben Beiträgen aus unserer wissenschaftlichen Redaktion unter Dr. Alexandra Kupferberg finden Sie hier auch wertvolle Erkenntnisse aus anderen forschenden Einrichtungen oder Redaktionen, die sich mit dem Thema Gehör befassen.

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