Neue Belege für den Nutzen körperlicher Aktivität auf die Hirnleistung

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23/Okt/2020

Beitrag vom Deutschen Ärzteblatt.

Alberta – Moderates aerobes Training kann bei älteren Erwachsenen bereits nach 6 Monaten die Hirnleistung verbessern. Das berichten Wissenschaftler um Marc Poulin von der Cumming School of Medicine an der University of Calgary in Alberta in der Fachzeitschrift Neurology (DOI: 10.1212/WNL.0000000000009478). „Selbst wenn Sie spät im Leben mit einem Trainingsprogramm beginnen, kann der Nutzen für Ihr Gehirn immens sein“, sagte Poulin.

An der Studie nahmen 206 Erwachsene teil. Sie hatten ein Durchschnittsalter von 66 Jahren und keine Vorgeschichte von Herz- oder Gedächtnisproblemen. Die Teilnehmer absolvierten zu Beginn der Studie Denk- und Gedächtnistests sowie einen Ultraschall zur Messung des Blutflusses im Gehirn. Nach 3 Monaten wurden die körperlichen Tests wiederholt, und am Ende der 6 Monate erfolgten erneut Denk- und Gedächtnistests.

Die Probanden nahmen an einem beaufsichtigten aeroben Trainingsprogramm teil, das an 3 Tagen in der Woche stattfand. Sie steigerten ihr Training von durchschnittlich 20 Minuten pro Tag auf durchschnittlich mindestens 40 Minuten. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer gebeten, einmal pro Woche selbstständig zu trainieren.

Die Forscher fanden heraus, dass sich die Teilnehmer nach 6 Monaten Training bei Tests der exekutiven Funktion, zu denen auch die geistige Flexibilität und die Selbstkorrektur gehören, um 5,7 % verbesserten. Die Sprechfertigkeit stieg um 2,4 %.

Außerdem bestimmten die Wissenschaftler den Blutfluss zum Gehirn. Dieser stieg von durchschnittlich 51,3 Zentimetern pro Sekunde (cm/sec) auf durchschnittlich 52,7 cm/sec, was einem Anstieg von 2,8 % entspricht.

„Unsere Studie zeigte, dass nach 6 Monaten kräftiger Bewegung Blut in Hirnregionen gepumpt werden kann, die speziell Ihre verbalen Fähigkeiten sowie Ihr Gedächtnis und Ihre geistige Schärfe verbessern“, schließt Poulin aus seinen Ergebnissen.

Eine Einschränkung der Studie bestand laut den Forschern darin, dass die Personen, die die Übung machten, nicht mit einer ähnlichen Gruppe von Personen verglichen wurden, die nicht trainierten, so dass die Ergebnisse möglicherweise auf andere Faktoren zurückzuführen waren. © hil/aerzteblatt.de

Weiterführendes: Abstract der Studie in Neurology, Marc Poulin


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23/Okt/2020

Beitrag vom Deutschen Ärzteblatt.

Magdeburg/Bonn – Im Alter lässt die Fähigkeit zur räumlichen Orientierung tendenziell nach. Grund dafür ist offenbar, dass ältere Menschen die Geschwindigkeit, mit der sie sich fortbewegen, schlechter wahrnehmen.

Das berichten Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) im Fachmagazin Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-020-15805-9)

Das menschliche Gehirn nutzt ein weites Spektrum an Sinneseindrücken zur Positions­bestimmung. Ein wesentlicher Teil der dafür nötigen Informationsverarbeitung geschieht im „entorhinalen Cortex“. In diesem in beiden Gehirnhälften vorhandenen Areal liegen besondere Nervenzellen, die ein geistiges Abbild der physikalischen Umgebung erzeugen.

„Das menschliche Navigationssystem funktioniert recht gut, ist aber nicht fehlerfrei. Bekanntermaßen gibt es Menschen mit gutem Orientierungsvermögen und solche, die sich damit schwerer tun. Außerdem beobachtet man, dass diese Fähigkeit für gewöhn­lich mit dem Alter nachlässt“, erklärt Thomas Wolbers, Forschungsgruppenleiter am DZNE, Standort Magdeburg.

Die Forscher um Wolbers entwarfen gemeinsam mit Wissenschaftlern des US-ameri­kanischen Massachusetts Institute of Technology und der University of Texas in Austin ein komplexes Setting: Insgesamt rund 60 kognitiv unauffällige junge und ältere Erwachsene, die mit „Virtual Reality“-Brillen ausgestattet wurden, mussten sich unabhängig voneinander innerhalb einer digital erzeugten Umgebung fortbewegen und orientieren. Gleichzeitig bewegten sich die Versuchspersonen auch physisch entlang gewundener Wegstrecken.

Unterstützt wurden sie dabei von einer Begleitperson, welche den jeweiligen Probanden an die Hand nahm. Reale Fortbewegung führte dabei unmittelbar zu Bewegungen im virtuellen Raum.

Während des Experiments wurden die Teilnehmenden mehrfach aufgefordert, die Entfernung zum Startpunkt des zurückgelegten Weges abzuschätzen und sich in dessen Richtung zu drehen. Die virtuelle Umgebung bot für eine Orientierung nur wenige optische Anhaltspunkte, weshalb sich die Testpersonen im Wesentlichen auf andere Eindrücke verlassen mussten.

„Wir haben uns angeschaut, wie genau die Probanden ihre Lage im Raum beurteilen konnten und damit die sogenannte Pfadintegration getestet – also die Fähigkeit zur Positionsbestimmung aufgrund des Körpergefühls und der Wahrnehmung der eigenen Bewegung. Die Pfadintegration gilt als zentrale Funktion der räumlichen Orientierung“, so Wolbers.

Die gewonnenen Daten werteten die Forscher mittels einer mathematischen Model­lierung aus. „Damit konnten wir die Beiträge verschiedener Störfaktoren entflechten und nachvollziehen, was die Positionsbestimmung am stärksten verfälscht und was nur geringen Einfluss hat“, so Wolbers.

Dabei zeigte sich zum Beispiel, dass Gedächtnisfehler für die Orientierung praktisch keine Rolle spielten. „Um die Lage im Raum zu bestimmen, während man sich fortbewegt, muss man seine Position gedanklich ständig aktualisieren. Dazu ist es nötig, sich daran zu erinnern, wo man sich kurz zuvor aufgehalten hat. Unsere Analyse fand hier nur minimale Fehler“, berichtet Wolbers.

Die Daten deuteten vielmehr daraufhin, dass „zufällig auftretende Schwankungen in den Geschwindigkeitsinformationen, die beim Gehirn ankommen“, die größte Fehlerquelle für die Orientierung sind. Die Wissenschaftler sprechen hier von „akkumulierendem internen Rauschen“.

Dieses nahm laut den Forschern mit dem Alter zu. Sie gehen daher davon aus, dass dieses Phänomen die Hauptursache für Defizite in der Pfadintegration und wahrschein­lich auch Auslöser altersbedingter Orientierungsprobleme ist. „Wo genau der Ursprung dieses Rauschens liegt und warum es mit dem Alter anwächst, wissen wir aktuell noch nicht“, berichtet Wolbers. © hil/aerzteblatt.de

Weiterführende Links: Deutsches Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Abstract der Studie in Nature Communications 2020

 


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23/Okt/2020

Ein Artikel von Deutsches Ärzteblatt.

Boston – Genetische Hör- und Gleichgewichtsstörungen könnten in Zukunft durch eine Gentherapie behandelt werden. Eine Publikation in Nature Biotechnology (2017; doi: 10.1038/nbt.3781) zeigt, dass ein synthetisches Virus nach Injektion in das runde Fenster der Hörschnecke Gene in den Haarzellen abliefert, was laut einer anderen Publikation in Nature Biotechnology (2017; doi: 10.1038/nbt.3801) bei Mäusen mit Usher-Syndrom die Entwicklung von Hör- und Gleichgewichtsstörungen verhindert hat.

Das Usher-Syndrom, eine Gruppe von genetischen Defekten, ist die häufigste Ursache für eine erbliche Blind-Taubheit. Dem Syndrom liegen Mutationen in verschiedenen Genen zugrunde, die für die Funktion der Sinneszellen in der Retina sowie in der Cochlea benötigt werden. Beim Usher-Syndrom 1C ist das Gen USH1C betroffen.

Es kodiert das Protein Harmonin, das zu den Gerüstproteinen der Haarzellen gehört. Ohne Harmonin kommt es in den ersten Lebensmonaten zu einer Degeneration dieser Sinneszellen, die akustische Energie in Nervensignale umwandeln. Haarzellen sind im Gleichgewichtsorgan auch für die Wahrnehmung von Bewegungen zuständig.

Gentherapie bei Mäusen – was im Labor heute gelingt, kann in der Zukunft für den Menschen von grosser Bedeutung sein.

Ein Team um Gwenaëlle Géléoc vom Boston Children’s Hospital hat herausgefunden, dass bei Mäusen mit Usher-Syndrom 1C in den ersten Lebenstagen noch ein therapeutisches Fenster für eine Gentherapie besteht. Wenn es in dieser Zeit gelingt, eine korrekte Version des USH1C-Gens in die Haarzellen einzuschleusen, kann die Degeneration der Haarzellen verhindert werden.

Die Haarzellen des Hörorgans befinden sich im Corti-Organ der Hörschnecke. Sie reagieren auf Wellenbewegungen in einer Flüssigkeit, der Endolymphe, die durch die Gehörknöchelchen des Mittelohrs in Schwingungen versetzt wird. Über diese Endolymphe können künstliche Viren leicht die Haarzellen erreichen und die korrekte Version eines Gens abliefern.

Die Methode wurde von einem Team um Konstantina Stankovic vom Massachusetts Eye and Ear, einer Klinik der Harvard Universität, Boston, entwickelt. Kern ist ein synthe­tisches Adenovirus „Anc80“, das mit verschiedenen Genen beladen werden kann. Nach einer Injektion in das runde Fenster (wo die von den Gehörknöchelchen ausgelösten Wellen ausschwingen) verteilen sich die Adenoviren in der Endolymphe. Sie infizieren die Haarzellen und liefern ihre Ladung in den Zellen ab. Die Zelle nutzt den Bauplan, um daraus ein Protein herzustellen. Beim Usher-Syndrom 1C ist dies Harmonin.

Géléoc behandelte die Tiere in den ersten Lebenstagen in dem vorher ermittelten therapeutischen Fenster. Das Protein Harmonin wurde daraufhin in die Haarzellen eingebaut. Schon bald zeigte sich, dass auch die Funktion der Haarzellen erhalten blieb: 19 von 25 Mäusen reagierten auf Geräusche von weniger als 80 Dezibel. Bei einigen Tieren lag die Hörschwelle bei 25-30 Dezibel, was der Lautstärke beim Flüstern entspricht. Da die Hörschnecke und die Bogengänge des Gleichgewichtsorgans über die Endolymphe verbunden sind, erreichten die Viren auch die Crista ampullaris, wo sich die Sinneszellen für den Bewegungssinn befinden. Auch der Gleichgewichtssinn der Tiere verbesserte sich laut Géléoc nach der Gentherapie.

Auf den Menschen dürften die Ergebnisse derzeit nicht anwendbar sein, da das Usher-Syndrom in der Regel nicht sofort nach der Geburt bemerkt wird. Bei den meisten Kindern dürfte es beim Zeitpunkt der Diagnose zu spät sein. Ein Wiederaufbau degenerierter Haarzellen liegt außerhalb der Möglichkeiten der Gentherapie. Bei den Mäusen verschließt sich das therapeutische Fenster nach etwa 10 bis 12 Tagen.

Das Usher-Syndrom ist jedoch nur eine von vielen erblichen Hörstörungen. In den letzten Jahren wurden mehr als 100 unterschiedliche Gendefekte entdeckt. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass sich für die Gentherapie Anwendungen beim Menschen finden werden. © rme/aerzteblatt.de


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Beitrag zitiert von: Thieme-Gruppe

Stuttgart, Dezember 2011 – Stürze scheinen ein fester Bestandteil des normalen Alterungsprozesses zu sein: Fast jeder dritte Mensch über 65 Jahren stürzt mindestens einmal im Jahr; bei den Bewohnern von Pflegeheimen ist es sogar mehr als jeder zweite. Die hohe Sturzneigung älterer Menschen muss jedoch nicht einfach hingenommen werden, wie Schweizer Physiotherapeuten und Bewegungswissenschaftler in der Fachzeitschrift „physiopraxis“ berichten (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2011). Mit anspruchsvollen Doppelaufgaben, so genannten Dual-Tasks, könne Stürzen effektiv vorgebeugt werden.

„Der Alltag besteht aus motorischen und kognitiven Doppelaufgaben“, erläutern die Züricher Forscher um Eling Douwe de Bruin vom Institut für Bewegungswissenschaften und Sport der ETH Eidgenössische Technische Hochschule Zürich. Das Überqueren einer viel befahrenen Straße etwa erfordere neben der rein motorischen Aufgabe des Gehens auch eine erhöhte Aufmerksamkeit für die sich ständig verändernde Verkehrssituation. Was für junge Menschen selbstverständlich ist, stellt für Ältere eine echte Herausforderung dar. Weil Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Balance im Alter abnehmen, brauchen die Senioren ihre ganze Aufmerksamkeit für die eigene Motorik. Das Beobachten des Verkehrs tritt dabei allzu leicht in den Hintergrund.

Gegen die motorische Unsicherheit im Alter lässt sich jedoch wirkungsvoll antrainieren. „Seit einigen Jahren weiß man, dass sich bis ins hohe Alter neue Nervenzellen im Gehirn bilden können“, sagt de Bruin und verweist auf eine Studie, nach der ein dreimonatiges Jongliertraining bei Erwachsenen bestimmte Gehirnbereiche wachsen lässt. Entsprechend können auch die Gangsicherheit und das Bewältigen von motorischen Alltagsaufgaben trainiert werden.

Besonders geeignet hierfür sei ein Dual-Task-Training, so die Schweizer Wissenschaftler – unter bestimmten Voraussetzungen. Motorische und kognitive Aufgaben nacheinander zu bewältigen, führe nicht zu einer Verbesserung der körperlichen Fähigkeiten, betonen sie. Vielmehr müsse die Aufmerksamkeit gleichmäßig und gleichzeitig auf beide Aufgabenteile gerichtet werden. So verbesserte sich etwa in einer Studie die funktionelle Fitness der Probanden, nachdem sie im Semitandemstand mit geschlossenen Augen einstudierte Wörter aufgezählt hatten. Ähnlich komplex ist die Aufgabe, im Vorwärtsgehen ein Glas Wasser zu balancieren und gleichzeitig in Dreierschritten rückwärts zu zählen. Für Geübte bietet sich eine Übung an, bei der man im Einbeinstand auf einer weichen Matte balancieren, mit zwei Bällen jonglieren und dabei Flussnamen aufzählen soll – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wichtig dabei ist, dass die Probanden nicht unterfordert werden. „Dual-Task-Training nützt den Patienten, wenn es sich an ihrer Leistungsgrenze orientiert und sie sogar leicht überschreitet“, betont de Bruin. Generell sollten die Aufgaben im Verlauf des Trainings zunächst leicht sein, dann immer schwerer werden, die Unterstützungsfläche für die Probanden immer kleiner und der Bewegungsablauf immer schneller. De Bruin und seine Kollegen plädieren dabei auch durchaus für den Einsatz neuer Computerspiele wie der Nintendo Wii oder elektronischer Tanz-Videospiele.

Welche kausalen physiologischen Zusammenhänge zwischen der Mobilität, kognitiven Funktionen und dem Sturzrisiko bestehen, sei zwar nach wie vor unklar, schreiben die Schweizer Forscher – und demnach auch, wie sich der Effekt des Dual-Task-Trainings erklären lässt. Dennoch lasse die Vielzahl positiver Studien den Schluss zu, dass Physiotherapeuten das Training bereits heute sinnvoll einsetzen können.

S. Rogan et al.: Dual-Tasking-Training mindert Sturzrisiko – Denk-Sport
physiopraxis 2011; 9 (10): S. 34-37


Fazit Dr. Kupferberg:

Dr. A. Kupferberg, Wissenschaftliche Leitung

Der Mögliche Grund für eine höhere Sturzgefahr im Alter besteht darin, dass Schwerhörige ihre Umgebung oft nicht so gut wahrnehmen. Sie benötigen mehr Gehirnleistung für das Hören als normalhörende und haben deswegen weniger Ressourcen für das Gehen und das Halten des Gleichgewichts. Aber die Hörgeräte wirken sich auch direkt auf das Gleichgewicht aus – und können dadurch das Sturzrisiko vermindern. Es scheint, dass die Personen mit Hörhilfen die akustischen Informationen des Hörgeräts zu nutzen, um sich Bezugs- und Orientierungspunkte zu schaffen, die ihnen helfen, die Balance zu halten. Die Probanden mit Hörgerätversorgung mussten versuchen, mit verbunden Augen auf einem dicken Schaumstoffpolster stehend die Balance zu halten. Das Hörgerät wurde während des Tests abwechselnd ein- und ausgeschaltet. Das Ergebnis war erstaunlich: die durchschnittliche Verweildauer auf dem „Wackelbrett“ betrug 17 Sekunden ohne Hörgerät – und 26 Sekunden mit Hörgerät. Die Stürze können also mit einfachen Präventionsmaßnahmen, wie etwa Hörgeräten und kombiniertem Hörtraining, verhindert werden. Doch eine frühzeitige Versorgung ist wichtig, weil mit der Zeit das Gehirn sich immer schlechter regenerieren kann. Je besser das Sprachverstehen vor der Intervention ist, desto schneller zeichnen sich Fortschritte ab.


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Beitrag zitiert von Aponet.de

 

Wer seine Schwerhörigkeit ignoriert, hat laut einer neuen Studie der Universität Michigan in den USA ein höheres Risiko, in den nächsten drei Jahren zu stürzen oder an Demenz, Depression oder einer Angststörung zu erkranken.

In der Studie zeigte sich auch, dass selbst unter den krankenversicherten Studienteilnehmern mit diagnostiziertem Hörverlust nur zwölf Prozent tatsächlich ein Hörgerät bekamen, Männer (13,3 Prozent) etwas häufiger als Frauen (11,3 Prozent). Bei der Betrachtung der folgenden drei Jahre nach der Diagnose “Hörverlust”, fanden die Forscher klare gesundheitliche Unterschiede zwischen denjenigen, die ein Hörgerät benutzten und denjenigen, die ihre Schwerhörigkeit nicht behandeln ließen: Das Risiko, innerhalb dieser Zeit an Demenz oder der Alzheimer-Krankheit zu erkranken, war bei Hörgeräteträgern 18 Prozent niedriger. Das Risiko für Depressionen oder Angstzustände war um elf Prozent reduziert und das für behandlungsbedürftige sturzbedingte Verletzungen war 13 Prozent niedriger.

Die Gründe hierfür könnten im Verlust von sozialen Interaktionen, der Unabhängigkeit, des Gleichgewichts und einer geringeren Stimulation des Gehirns liegen. Einige Forscher glauben, dass fehlende Signale vom Ohr an das Gehirn und der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit miteinander zusammenhängen und Teil desselben Alterungsprozesses sein könnten.

Die Ergebnisse stammen aus einer Auswertung von Versicherungsdaten von fast 115.000 Personen ab 66 Jahren aus den Jahren 2008 und 2016. Dr. Elham Mahmoudi, Gesundheitsökonomin in der Abteilung für Familienmedizin der Universität Michigan, sagte: “Obwohl nicht behauptet werden kann, dass Hörgeräte diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen komplett verhindern, könnte bereits eine Verzögerung des Ausbruchs von Demenz, Depression und Angstzuständen sowie das Risiko schwerer Stürze für den Patienten sehr bedeutsam sein.


 

Dr. A. Kupferberg, Wissenschaftliche Leitung

Fazit Dr. Kupferberg: Stürze bei älteren Menschen gehören zu den häufigsten Unfällen in Deutschland. Jeder dritte über 60-Jährigen noch selbständig lebenden Senioren stürzt einmal im Jahr und in der Altersgruppe der 90- bis 99-Jährigen sind es mehr als die Hälfte. Gerade im hohen Alter koennen die Folgen von Stürzen schwer sein: jedes Jahr kommt es zu 250.000 Knochenbrüchen. Stürze können mit einfachen Präventionsmaßnahmen, wie etwa Hörgeräten und kombiniertem Hörtraining, verhindert werden. Doch eine frühzeitige Versorgung ist wichtig, weil mit der Zeit das Gehirn sich immer schlechter regenerieren kann. Je besser das Sprachverstehen vor der Intervention ist, desto schneller zeichnen sich Fortschritte ab.


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23/Okt/2020

Die Human- und Sportphysiologie der ETH Zürich führt jährlich ein Physiologie-Praktikum mit den Studierenden der Pharmazeutischen Wissenschaften, der Gesundheitswissenschaften und Technologie, sowie neu auch mit den Medizinstudierenden der ETH durch.

Das diesjährige Physiologie-Praktikum fand im Sommersemester unter der Leitung von Prof. Dr. Christina Spengler an der Universität Irchel statt und umfasste insgesamt knapp 200 Studenten. In kleinen Gruppen lernten die Teilnehmer alles über Aufbau, Funktion und Diagnosemethoden zum Thema Ohr. Indem sich die Studenten gegenseitig den jeweiligen Messungen unterzogen, wurde das Gelernte angewendet und vertieft. Auch das Thema Gehörtraining war dieses Jahr Teil des Praktikums und stellte eine zukunftsweisende, interessante Schnittstelle zwischen den Disziplinen dar. Denn so wie körperliche Leistung durch Training gesteigert werden kann, kann auch das Verstehen und Interpretieren von Gehörtem durch Übung verbessert werden.

Die Doktorandin Johanna Wörner und Herr Blickinsdorf vom KOJ Institut für Gehörtherapie erläuterte den Studenten die Theorie und demonstrierte wie ein Gehörtraining funktioniert. Anschliessend standen die KOJ-Lerncomputer zur Verfügung um eigene Erfahrungen mit den Trainingsaufgaben zu machen. Beeindruckend für die Studenten waren vor allem die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, die ein computerbasiertes, lernfähiges Training bietet.

Wir sagen Danke, dass wir diesen Kurs bereichern durften!


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Während Schwindel bei jüngeren Menschen meistens eine klar erkennbare Ursache hat, weist Schwindel bei älteren Menschen nicht unbedingt auf ein bestimmtes Krankheitsbild hin, sondern ist häufig das Ergebnis körperlicher Veränderungen, alterstypischer Erkrankungen und der (Neben-)Wirkungen verschiedener Medikamente. In diesen Fällen sprechen Mediziner von Altersschwindel. Davon zu unterscheiden sind Schwindelformen, die im Alter zwar häufiger auftreten, sich aber auf einen eindeutigen Auslöser zurückführen lassen.

Die drei Sinnessysteme, die für unser Gleichgewicht zuständig sind, müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein und sehr präzise arbeiten, damit wir uns sicher und schwindelfrei bewegen können. Doch auch die Sinnesorgane sind dem Alterungsprozess unterworfen.

Gleichgewichtsorgane im Innenohr
Im Alter lässt die sensorische Leistung der Gleichgewichtsorgane im Innenohr nach. Altersschwindel und Altersschwerhörigkeit beruhen daher auf ähnlichen Mechanismen. Die schlechtere Durchblutung des Innenohrs, eine langsamere Nervenübertragung und die schlechtere Reizverarbeitung im Gehirn können zu Schwank- und Drehschwindel, Benommenheit oder Gangunsicherheit führen.

Augen
Altersbedingte Veränderungen am Auge haben oftmals Einschränkungen im räumlichen Sehen zur Folge. Verschlechtert sich die visuelle Kontrolle durch Augenerkrankungen wie dem grauen oder grünen Star, Makuladegeneration oder eine durch Diabetes hervorgerufene Erkrankung der Netzhaut kann das die Schwindelsymptome noch verstärken.

Muskeln und Gelenke
Durch die Abnahme von Muskelmasse und Muskelkraft, eine geringere Reaktionsfähigkeit sowie schlechtere Koordination und Kondition ist auch die Tiefen- und Oberflächenwahrnehmung gestört, was Schwindelgefühlen ebenfalls Vorschub leisten kann und zusätzliche Unsicherheit hervorruft.

Alterstypische Erkrankungen

Auch bestimmte Krankheiten, die im Alter gehäuft auftreten, können die Funktion des Gleichgewichtssystems beeinträchtigen. Dazu gehören, wie bereits erwähnt, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Stoffwechselstörungen, Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus, Multiple Sklerose, Parkinson oder auch kognitive Störungen wie eine Altersdemenz.

(Neben-)Wirkungen von Medikamenten

Weil viele ältere Patienten unter mehreren chronischen Erkrankungen leiden, müssen sie dauerhaft Medikamente einnehmen. Eine Tablette gegen Gelenkschmerzen, eine zur Behandlung der Herzinsuffizienz und dann noch die Medikamente zur Senkung des Blutzuckerspiegels und des Augeninnendrucks – auf diese Weise kommen leicht mehrere verschiedene Wirkstoffe zusammen, die das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen erhöhen. Addiert man die rezeptfreien Medikamente gegen Kopfschmerzen oder Schlafstörungen hinzu, von denen der behandelnde Arzt oftmals gar nichts weiß, ergibt das eine im wahrsten Sinne des Wortes schwindelerregende Anzahl an Arzneimitteln.

Die Folgen sind Verwirrtheit, verzögerte Reaktionen und Gleichgewichtsstörungen.

Andere Schwindelformen im Alter

Ein typisches Beispiel für Schwindel, der im Alter zwar gehäuft auftritt, im Unterschied zum Altersschwindel jedoch eine eindeutige Ursache hat und dessen Symptome in der Regel exakt beschrieben und zugeordnet werden können, ist der gutartige Lagerungsschwindel. Durch verrutschte Ohrsteinchen im Innenohr erhält das Gehirn verwirrende Signale, was bei den Betroffenen heftige Schwindelattacken auslöst. Einfache Übungen befördern die Ohrsteinchen zurück an die richtige Position in den Sinneszellen des Gleichgewichtsorgans.

Häufig übersehen werden zudem seelische Gründe, die sich hinter den Schwindelgefühlen verbergen. Dabei machen Depression, Einsamkeit, Trauer oder Angst etwa ein Drittel aller Schwindelfälle aus! Geht Schwindel mit anderen Symptomen wie Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen, neuartigen Kopfschmerzen, Sehstörungen, plötzlicher Schwerhörigkeit oder Erbrechen einher, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen, da die Symptome Hinweis auf eine akute und ernste Ursache, wie z. B. einen Schlaganfall, sein können.

Welche Folgen hat das für die Betroffenen?

Wenn sich plötzlich alles dreht, der Boden unter einem schwankt, man sich schwach, unsicher und benommen fühlt, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Wer jemals mit Schwindel zu kämpfen hatte, weiß, wie wackelig man auf den Beinen ist. Daher überrascht es keineswegs, dass ein Drittel der über 65-Jährigen und sogar die Hälfte der über 80-Jährigen einmal im Jahr stürzt – mit zum Teil schwerwiegenden Folgen.

Da die Reaktionen im Alter nachlassen, ein Sturz schlechter abgefedert werden kann und die Widerstandskraft älterer Menschen geringer ist, erleiden sie häufig komplizierte Knochenbrüche – insbesondere Hüft- und Oberschenkelhalsfrakturen. In 20 Prozent der Fälle erholen sich die Betroffenen nicht mehr von den Folgen und werden zum Pflegefall. Andere ziehen sich aus Angst vor einem erneuten Sturz komplett zurück, leiden unter Einsamkeit und werden depressiv.

Rückzug bedeutet jedoch nicht nur Isolation, sondern auch Bewegungsmangel, wodurch Muskeln, Knochen und Gelenke weiter geschwächt werden. Und nicht nur das: Ohne Training büßen auch die Gleichgewichtsorgane im Innenohr ihre Leistungsfähigkeit ein. Wenn jedoch zwei der drei Sinnesorgane, die für unser Gleichgewicht sorgen, nur noch eingeschränkt funktionieren, verstärkt das zunehmend eingeschränkte Körpergefühl die Auswirkungen des Schwindels. Ohne entsprechende Therapie fallen 70 Prozent der Sturzpatienten kurze Zeit später erneut – ein Teufelskreis!

 

Quelle: https://www.schwindel-im-alter.de/schwindel-im-alter


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23/Okt/2020

Beim Hören denken wir als erstes an die Ohrmuschel. Doch dafür, dass wir den Schall als Zwitschern, Rauschen oder Murmeln interpretieren, sind andere Dinge wesentlich: Die Anatomie der Hörschnecke und die Rechenleistung der Hörbahn im Gehirn.

Am Anfang ist es nur ein Gewackel: Schallwellen versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Doch wie wird daraus die faszinierende Welt der Klänge, das Vogelgezwitscher am Morgen, das zarte Streichen einer Violine? Viel Rechenarbeit an zahlreichen Stellen der Hörbahn ist dafür nötig.

Zunächst wird der Schall mechanisch aufbereitet. Das Trommelfell schwingt, und diese Bewegungen übertragen die Hörknöchelchen des Mittelohrs – Hammer, Amboss und Steigbügel – auf eine Membran, das ovale Fenster. Dahinter beginnt das Innenohr mit der Hörschnecke, der Cochlea. Dort nimmt die Basilarmembran die Schwingung auf, eine Gewebestruktur, die sich durch die gesamte Länge der Hörschnecke zieht. Die schneckenförmige und sich verjüngende Anatomie der Cochlea bewirkt, dass jeder Abschnitt der Basilarmembran nur von einem bestimmten Frequenzbereich des Schalls in Schwingungen gesetzt wird. Hohe Töné bringen die Membran am Beginn der Cochlea in Bewegung, tiefen Tönen gelingt das erst ein paar Cochlea-​Windungen später.

Analog-​Digital-​Umwandlung: Aus mechanischen Infos werden elektrische

Der Basilarmembran liegt das sogenannte Corti-​Organ auf, das die analogen Signale des Schalls in digitale Nervenimpulse umwandelt. Erst dadurch werden die auditiven Informationen für die Datenverarbeitung im Gehirn zugänglich. Wesentlich für die Umwandlung, die Transduktion vom physikalischem Reiz in elektrische Impulse ist ein bestimmter Typus von Sinneszellen im Corti-​Organ: Die Hörzellen. Sie verfügen an ihrer Spitze über jeweils ungefähr hundert haarähnliche Fortsätze – die Stereocilien – und werden deshalb auch Haarzellen genannt. Schwingt ein Bereich der Basilarmembran, werden die Härchen der Hörzellen an dieser Stelle abgebogen. Das ist die entscheidende Bewegung, denn dadurch öffnen sich in der Membran der Zelle spezielle Ionen-​Kanäle, die Transduktionskanäle. Deren biochemische Struktur kennen die Forscher noch nicht. Der Neurobiologe David Corey von der Harvard Medical School brachte aber vor einigen Jahren ein Molekül mit dem Namen TRPA1 als möglichen Transduktionskanal ins Gespräch. „Doch TRPA1 ist nur ein Kandidat, die experimentellen Befunde sind nicht eindeutig“, sagt der Neurobiologe Rudolf Rübsamen von der Uni Leipzig. „TRPA1 könnte am Transduktionsprozess beteiligt sein, aber es scheint noch andere Mitspieler zu geben, die noch nicht identifiziert sind.“

Erregung in der Haarzelle

Welche Kanäle es auch sein mögen, sobald sie sich öffnen, strömen positiv geladene Kaliumionen ins Innere der Haarzelle und sorgt dort für eine Ladungsänderung. Jede Haarzelle ist per Synapse mit einer Spiralganglienzellen verbunden, deren Fortsätze den Hörnerv, den Nervus cochlearis bilden. Nur wenn also diese ganz spezielle Haarzelle entsprechend ihrer Frequenz gereizt wird, wird die dazugehörige Nervenzelle im Spiralganglion erregt – und feuert erst dann ihr Aktionspotenzial.

Parallele Wege der Hörbahn ins Gehirn

Dieses Signal wird zu verschiedenen Bereichen im Hirnstamm geleitet: Die Fasern des Hörnervs führen über den Nervus vestibulocochlearis zu den zwei Hörkernen, den Nucleus cochlearis ventralis und den Nucleus cochlearis dorsalis. Diese Kerne bilden eine Art Verteilerstation, von der zahlreiche parallele Signalwege ausgehen.

Um es nicht zu kompliziert zu machen, folgen wir größtenteils nur einer, dafür sehr wichtigen Bahn auf ihrem Weg zur Hörrinde im Gehirn: die Zellen im Nucleus cochlearis ventralis geben Input in den so genannten oberen Olivenkern (Nucleus olivaris superior) auf beiden Seiten des Hirnstamms – tatsächlich handelt es sich um einen Komplex von mehreren Kernen. Das Nervennetzwerk dort reagiert sensibel auf Zeitunterschiede: Kommt ein Geräusch am linken Ohr Bruchteile von Sekunden früher an als am rechten Ohr, ist die Schallquelle sehr wahrscheinlich links vom Kopf. Die obere Olive ist also an der Schallortung beteiligt. Von dort gehen auch Fasern wieder zurück zum Innenohr. Über dieses Feedback kann die Empfindlichkeit des Hörens beeinflusst werden.

Folgen wir nun weiter der Hörbahn in Richtung Hörrinde: Vom Olivenkomplex gehen Impulse über eine seitliche Schleifenbahn – lateinisch Lemniscus lateralis – zu einer bestimmten Stelle des Mittelhirns. Die dort gelegenen „unteren Hügelchen“, die Colliculi inferiores, sind wichtig für Aufmerksamkeitsprozesse. Außerdem tragen sie dazu bei, die Bewegung des Kopfes in Richtung eines bestimmten Reizes zu steuern.

Die „unteren Hügelchen“ senden die auditiven Informationen an den Thalamus, der als „Tor zum Cortex“ gilt. Für auditive Signale zuständig dort ist der mediale Kniehöcker, das Corpus geniculatum mediale (CGM). Da der Thalamus beidseitig Input bekommt, erhält jede Hirnhälfte die Informationen aus beiden Ohren. Die Fortsätze der Neurone im CGM bilden die Hörstrahlung – sie überträgt die Information an die primäre Hörrinde, den primären auditorischen Cortex im Schläfenlappen. Hier endet die Hörbahn. Dieses auch als Hörzentrum bezeichnete Gebiet verarbeitet die akustischen Signale. Letzten Endes haben wir es vor allem ihm zu verdanken, dass wir die Stimme eines geliebten Menschen oder das Rascheln der Blätter bewusst wahrnehmen können.

Zwei Bahnen: Was und Wo

Im auditorischen System selbst verlaufen zwei Bahnen: Die dorsale Bahn zu Gebieten im Scheitellappenverarbeitet vermutlich räumliche akustische Informationen. Die manchmal als „Wo-​Bahn“ bezeichnete Bahn kommt wahrscheinlich zum Einsatz, wenn etwa morgens der verhasste Klang des Weckers ertönt, zu dem wir auch dann gezielt greifen, wenn es noch dunkel im Zimmer sein sollte. Die so genannte „Was-​Bahn“, die ventrale Bahn vom auditorischen Cortex zum Sulcus temporalis superior, ist vermutlich wesentlich, um in der Menge der akustischen Reize beispielsweise menschliche Sprache zu identifizieren.

Forscher wie der Neurowissenschaftler Josef Rauschecker von der Georgetown University in Washington fanden in den letzten Jahren Bestätigung für diese Unterscheidung. Allerdings ist sie nicht ganz unumstritten: „Die Hypothese dieser getrennten Verarbeitungswege ist im Kern nichts anderes als die Übernahme entsprechender Hypothesen aus dem corticalen Sehsystem“, sagt Rudolf Rübsamen. „Inwieweit diese Übertragung auf das Hörsystem einen heuristischen Wert hat, ist unter den Fachkollegen umstritten.“

Wie die Verarbeitungswege auch immer im Detail aussehen mögen: Es ist eine lange Reise, die die auditiven Informationen vom Ohr zum Gehirn antreten. Doch für uns lohnt sie sich immer wieder.

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Redaktion: Dr. Christian Wolf
Quelle: https://www.dasgehirn.info/wahrnehmen/hoeren/vom-wackeln-zur-wunderbaren-vielfalt-der-klaenge

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zum Weiterlesen:

  • Rauschecker, J.: An expanded role for the dorsal auditory pathway in sensorimotor control and Integration. Hearing Research. 2011; 271:16 – 25 (zum Abstract).
  • Leaver, A., Rauschecker, J.P.: Cortical representation of natural complex sounds: effects of acoustic features and auditory object category. Journal of Neuroscience. 2010; 30(22):7604 – 7612 (zum Abstract).